Wenn der Wind unsere Seele streift (2003)

2003
Ausgewählte Lyrik.
Czernik Verlag Edition L / Hockenheim
ISBN 3-934960-32-4
Vergriffen.

Cover & KlappentextInhaltsverzeichnisBeschreibungÖffentliche Stimmen / Rezensionen

Cover & Klappentext

Viele unserer Zeitgenossen sagen, Lyrik sei tot. Aber dieses zarte Pflänzchen sprießt auf dem literarischen Feld allen Unkenrufen zum Trotz munter weiter. Gut bestellt ist dabei der Boden von Elisabeth Melzer-Geissler, wo der Wind die Seele streift.

Die Wirkung ihrer Lyrik, in der es um die Suche nach dem Sinn des Lebens geht, beruht auf Verständlichkeit. Dabei stellt sich nicht die Frage nach Nutzen und Erfolg, Sinn enthüllt sich ihr vielmehr im Werdeprozess unseres Menschseins. Die Autorin steht dem Leben offen und staunend gegenüber, lässt den Leser spüren, dass ihr Höhen und Tiefen vertraut sind. Sie kennt auch die eigene Hilflosigkeit, zweifelt, hofft und vertraut dennoch auf IHN. Wenn sie von IHM oder zu IHM spricht, verwendet sie dafür Versalien, weil ER für sie so groß ist.

In ihren Gedichten verzichtet sie meist auf den Reim, dennoch schwingt in ihnen ein lebendiger Rhythmus. Ihre Sprache ist klar, weder verschnörkelt noch verklausuliert oder mit künstlichen Metaphern geschmückt. Sie spricht dadurch vielen aus dem Herzen, gerade heute – in einer Zeit, in der wir uns oftmals inmitten einer Flut von Informationen und hohlen Worten allein gelassen und leer fühlen.

Die Texte von Elisabeth Melzer-Geissler vermögen diesem Mangel abzuhelfen. Sie können dadurch zu Begleitern werden auf dem Weg zu unserem eigenen Inneren, in der Begegnung mit unserem Nächsten und im Aufbruch zu IHM, selbst dort, wo ER sich scheinbar verbirgt und neue Fragen aufwirft.

Theo Czernik / Verleger


Inhaltsverzeichnis

Meine Straße (1967) S. 7
Kreuz I (1984) S. 8
Mündung (1998) S. 9-10
Paradox? (1972) S. 11
Einweihung (1991) S. 12
Jungfrau und Mutter (1991) S. 13
Leben (2002) S. 14
Kreuz II (2002) S. 15
Grund (2002) S. 16
Ostern (2002) S. 17
Bewegte Stille (2001) S. 18
Schwerelos (1972) S. 19
Hast du das Seil … (1987) S. 20
Das Ewig Weibliche (1987) S. 21
Die Witwe (1971) S. 22
Gebet für K. (1998) S. 23
Sehnsucht (1991) S. 24
Credo (1972) S. 25-27
Metamorphosen (1971) S. 28
Unter dem Stern (1987) S. 29
Rätseltraum (1973) S. 30
An den Geliebten (2000) S. 31
Es lohnt (1973) S. 32
Dandelion (2001) S. 33
Wär‘ meine Seele (1991) S. 34
Haussegen (2002) S. 35-36
Beichtgebet (1974) S. 37
Maria / Pieta (1972) S. 38
Auferstehung (1991) S. 39
Pfingstflamme (2001) S. 40
Michaelsruf (1991) S. 41
Allgegenwart (1991) S. 42
Geburt (1987) S. 43
Gebet (1998) S. 44
Fremd (2003) S. 45


Beschreibung

Die Erstveröffentlichung der Gedichte kam 2003 im Czernik Verlag heraus und ist seit längerem vergriffen. Der Titel ist Teil eines Haussegens, der ein Jahr vor Herausgabe des Buches entstand – zur Einweihungsfeier des „Alterswohnsitzes“ eines befreundeten Pfarrerpaares, als Teil einer Andacht. Die anderen Gedichte sind meist Gedankensplitter aus Tagebucheinträgen.

Das erste Gedicht Meine StraßeManchmal / taumle ich durchs Leben / wie auf dunkler Straße // Ich höre / nur die eigenen Schritte … wurde mit Siebzehn geschrieben, kurz nach dem Verlassen des Elternhauses. Das letzte Gedicht mit dem Titel FremdFremd / bin ich ausgezogen // Fremd / kehr ich wieder heim // Die Rätsel / des Lebens / wachsen // Die Wunder / des Tages / auch entstand inmitten der Zusammenstellung der Texte für diesen Lyrikband, der im NOTschriften Verlag neu aufgelegt wurde.

Das in Zartgrün gehaltene Cover der Ausgabe von 2003 entwarf der Verleger Theo Czernik. Er studierte zunächst Malerei, Grafik und Bühnenbildnerei und arbeitete viele Jahre als Grafiker in der Industrie, bevor er – mit seiner Frau Inge – den Czernik Verlag begründete, der sich mit seiner Edition L ausschließlich der Lyrik widmete. Theo Czernik war auch selbst schriftstellerisch tätig.

Der Verleger und sein Wirken wurden wertgeschätzt u. a. von Hilde Domin, Marcel Reich-Ranicki, Wolf Biermann und Ulla Hahn. Czernik initiierte über viele Jahre öffentliche Lyriktage und stiftete einen Lyrik-Förderpreis. Bei diesem Erstlingswerk stand er der Autorin mit seinem Rat als ermutigender Lektor zur Seite. So entwickelte sich diese Auswahl von fünfunddreißig Gedichten über Liebe und Ent-Täuschung, über Tod und Glück, über Leben und Sehnsucht, über Vertrauen und Zweifel. Die Texte wurden – noch druckfrisch – Anfang Dezember 2003 in Elmshorn in der ev. Gemeinde St. Ansgar in einer Lesung mit Musik erstmalig öffentlich vorgestellt. Das Echo war positiv.

Die Autorin wurde 2003 mit Kreuz II (enthalten in Woher? Wohin? Wozu? und in Wenn der Wind unsere Seele streift) Preisträgerin im Lyrikwettbewerb der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichts.

Es folgten weitere Lesungen in Gemeinden verschiedener Konfessionen. Eine Therapeutin setzte ausgewählte Gedichte in ihrer Arbeit ein. Vielen Leserinnen und Lesern wurde das Buch zum täglichen Wegbegleiter.


Öffentliche Stimmen / Rezensionen

Aus dem Gästebuch:

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge … nach Hause …

Für diesen inhaltvollen, bewegenden Abend … herzlichen Dank …

Hochinteressant, sehr beeindruckend und berührend …

Ein eindrucksvolles Erlebnis 

 

Lutz Gallinat / Lübeck:

Die Gedichte Elisabeth Melzer-Geisslers sind ausdrucksvoll … symbolisch, philosophisch inspiriert 

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