Mit Märchen, Musik und Geschichten aus aller Welt im Gepäck bin ich regelmäßig für große und kleine Leute in verschiedenen Himmelsrichtungen unterwegs:

> in Seniorenheimen in Elmshorn und Umgebung
> Märchen und Geschichten erzählen mit Musik für Kinder und Erwachsene
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Klopfenden Herzens erwartete ich als Kind jeden Sommer den Kammerjäger unserer Stadt, denn er führte nicht nur Rattengift mit sich, sondern verkaufte auch die Eintrittskarten für das alljährliche Weihnachtsmärchen. Im Studium vertiefte ich mich dann innerhalb der Psychologie in die Bildsprache von Märchen und Legenden, in ihre Wort- und Zahlen-Symbolik, die bis hinein in die Darstellende Kunst und Lyrik, bis in die Erzählungen des Alten und des Neuen Testaments der Bibel, aber auch in unserem täglichen Sprachgebrauch ihren Niederschlag gefunden hat.

Oder stand Ihnen noch nie das Wasser bis zum Hals?
Ist Ihnen noch nie ein Stein vom Herzen gefallen?
Waren Sie noch niemals Feuer und Flamme?

Im Studium hatte ich das Glück, Gemeinschafts-Seminare zweier Psychologinnen zu diesem Thema besuchen zu können, die unterschiedliche wissenschaftliche Wege zur Symbol-Deutung beschritten: Die eine Professorin sah alles im Sinne von Sigmund Freud – der Grund aller Geschehnisse ist in unserer äußeren Welt zu suchen, in realen Verhältnissen, z. B. innerhalb der Familie. Die andere schloss sich in ihrer Interpretation der Sicht von C. G. Jung an – in allen Erzählungen geht es um die Entwicklung unserer inneren Welt, unserer eigenen Seele, unserer Biografie. Das heißt: Die drei Geschwister, deren jüngstes sich oft vom Dummling zum Glückspilz wandelt, werden zu drei Entwicklungsschritten meiner selbst, egal in welcher Geschwisterreihenfolge ich geboren wurde oder ob ich Einzelkind bin, egal ob ich je eine böse Stiefmutter hatte oder nicht.

Behandeln wir uns selbst nicht manchmal stiefmütterlich?
Sehen wir nicht alle mitunter den Wald vor lauter Bäumen nicht?
Gelingt uns nicht das Wichtigste im Leben meist erst im übernächsten (dritten) Anlauf?

Diesen Brückenschlag zwischen realer äußerer und geistiger Welt zu suchen ist mir bis heute Anliegen geblieben.

In der Theologie eröffnete mir Eugen Drewermann einen Neuzugang zum Inhalt der Bibel.

Und der amerikanische Psychotherapeut Bruno Bettelheim  wurde mir durch seine Bücher zum Wegbegleiter:

Soll eine Geschichte ein Kind fesseln, so muß es unterhalten und seine Neugier wecken. Um aber sein Leben zu bereichern, muß sie seine Phantasie anregen und ihm helfen seine Verstandeskräfte zu entwickeln und seine Emotionen zu klären. Sie muß auf seine Ängste und Sehnsüchte abgestimmt sein, seine Schwierigkeiten aufgreifen und zugleich Lösungen für seine Probleme anbieten …

In dieser und in manch anderer Hinsicht ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in der gesamten „Kinderliteratur“ nichts so fruchtbar und befriedigend wie das Volksmärchen.

Bettelheim: Das Ringen um den Sinn des Lebens / Einführung zu Kinder brauchen Märchen

In meiner Unterrichtstätigkeit erlebte ich täglich, wie begierig Kinder aller Altersstufen sind, Geschichten aus anderen Ländern und aus einer anderen Zeit zu hören. Über zwei Jahrzehnte richtete ich Feste mit Kindern auf einem biologischen Bauernhof mit Musik und Erzählungen aus.

Foto: Ulli Schubert

Jahrelang war ich verantwortlich in einer Marionettengruppe als Musikerin und Erzählerin tätig. Die Marionetten-Spiele nach Original-Texten von Jacob und Wilhelm Grimm fanden an verschiedenen Orten, vor allem in Schulen in Norddeutschland, in Hamburg, Kiel und Elmshorn, bis hin nach Baden-Württemberg großen Anklang. Bei Erwachsenen-Veranstaltungen schließen sich oft Fragen und interessante Gespräche zur Symbolik an. Gern entkräfte ich im Gespräch am Beispiel von Jacob und Wilhelm Grimm Vorurteile über Märchen: Romantiker seien lebensfremde Träumer gewesen, Märchen seien überholt und hätten nichts in unserer modernen Welt zu suchen und lasse nach dem Erzählen die Bildsprache der Märchen durch die Zuhörenden selbst entdecken.

Märchen können uns ermutigen alte, eingefahrene Bahnen zu verlassen und uns schöpferisch der Welt zuzuwenden, auch wenn uns dort Gefahren und Auseinandersetzungen drohen und nicht alles gelingt. Märchen können uns ermutigen, uns der vagen, offenen Zukunft zu stellen, unser Leben in die Hand zu nehmen, unsere Träume auf die Beine zu stellen und zu verwirklichen – trotz allem.

Vielleicht gelingt es uns – wie in den meisten Märchen – unsere Unternehmungen nach manchen Fehlschlägen und Verirrungen zu einem guten Ende zu bringen. Und vielleicht können wir, abgewandelt zu Christoph Schlingensiefs Buch, zu unserer Biografie eines Tages sagen:
Ja, ich bin´s.

Bisher war ich mit Märchen im Gepäck zu eigenständigen Veranstaltungen unterwegs in der Fluss-Schiffer-Kirche Hamburg, im Kräuterpark Stolpe in Schleswig-Holstein, mehrfach im Miniaturpark Klein Erzgebirge in Oederan in Sachsen, mehrfach im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel sowie in einer Kirchgemeinde in Annaberg in Sachsen und in der dortigen Montessori-Schule, im Hort und im Kinderhaus.

2015 finden mehrere Veranstaltungen zu H. C. Andersen (1805-1875) an verschiedenen Orten statt.

Öffentliche Stimmen

In der Freien Montessori-Schule Annaberg kommentierten nach dem Märchenerzählen die Jungen der Grundschule beim Hinausgehen:

Ich wusste gar nicht, dass Märchen sooo cool sind 

Von den MitarbeiterInnen und Eltern der Montessori-Schule und des Kinderhauses kam:

Wir haben ganz privat den Elternabend noch intensiv nachbereitet und … auch ganz andere Deutungen entdeckt …

Es hat richtig Spaß gemacht, darüber im Gespräch zu sein …

Es waren sehr interessante und schöne Tage mit Ihnen …

Im Elternrat wurde der Abend überaus positiv reflektiert …

Die Schulkinder haben mir … noch von der Märchenzeit erzählt – sie ist sehr gut in Erinnerung gewesen …

Die Märchennachmittage im Oederaner Klein-Erzgebirge wurden mehrfach in der Freien Presse angekündigt als Highlight.

 

Die Kieler Nachrichten kommentierten Märchennachmittage mit Musik im Freilichtmuseum Molfsee  bei Kiel:

Dass sich Altes bewährt, bewies auch Geschichtenerzählerin Elisabeth Melzer-Geissler. Bei ihr waren die Kinder ruhiger und konzentrierter als bei jedem Fernsehprogramm